The Whiskeytrailers – Ein Münchner Ehepaar und ihr Abenteuer Transalpine Run 2010

Daniela und Klaus sind, wie sie behaupten, normale Mittelstandsbürger aus München. Mit ihrem 12 jährigen i-phone süchtigen Sohn und dem stets hungrigen Kater Jeansiii wohnen die zwei voll Berufstätigen in der Nähe der berühmten Isar-Laufstrecke und gehören zu den vielen Münchnern, die alltäglich diese herrliche Joggingstrecke entlang des Flusses durch München bevölkern. Doch was muß passieren, daß innerhalb eines knappen Jahres die zwei “Normalos” in acht Etappen 310 km und 14.000 Höhenmeter quer über die Alpen laufen und dabei auch noch die strengen Zeit-Limits schaffen? Mit Marathonzeiten um die  4 Stunden gehören sie zwar zu den sportlicheren Zeitgenossen, aber man würde sie sicherlich nicht zu den Ultra-Läufern zählen. Dennoch haben sich die zwei vor einem Jahr entschieden, an diesem Etappenlauf teilzunehmen. Wohlwissend, daß die ganze Chose auch im Desaster enden kann machten sich die zwei am 4. September um 11 Uhr n Ruhpolding ans Werk und beendeten am Samstag, den 11.9. in Sexten in Südtirol um 13.34 überglücklich den Transalpine Run.

Finisher

Glücklich im Ziel!

Nun dürfen sich die Normalos, welche unter dem Teamnamen The Whiskeytrailers starteten Finisher eines der härtesten Etappenläufe Europa´s nennen. Wie ist das zu schaffen? Klaus und Daniela nennen dazu einige Faktoren, die das Projekt maßgeblich zum Erfolg führen ließen. Zunächst einmal Mut und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten, und damit sind nicht nur die sportlichen gemeint, sondern Organisationstalent, Mut, Willenstärke und Leidensfähigkeit. Wichtig ist vorallem aber auch ein tolles soziales Umfeld, Eltern, Verwandte und Freunde, die einem unterstützen und anspornen. Und schließlich gehört eine Riesenportion Glück dazu, die wenig verbleidende Trainingszeit verletzungsfrei zu verbringen und im Rennen selbst auch über acht Etappen einigermaßen verletzungsfrei zu bleiben. War es das? Nein, die Hauptmotivation sich überhaupt anzumelden war für beide, daß sie das Abenteuer als Team bestehen wollten. Für Ehepaare kein so ungefährliches Vorhaben, soll es doch sogar schon Scheidungen auf Grund des Transalpine Runs gegeben haben. Aber bei Daniela und Klaus waren die Rollen klar verteilt: der promovierte Steueranwalt war für die Projektleitung und Prozesssteuerung mitsamt Zieldefinition, Trainingssteuerung und Organisation zuständig. Die Sportphysiotherapeutin kümmerte sich um die Ernährung, die Regeneration und das Krafttraining und war vorallem der Motivator, wenn es im Winter allmorgendlich um 6 Uhr auf die besagte Isar-Trailstrecke ging oder am Wochenende ein unspannender langer Lauf im GA 1 Bereich anstand.

Alpiner Abschnitt

Auch bei schlechtem Wetter geht's hoch hinaus

Und offensichtlich hat diese Kombination gewirkt, denn ganz berauscht von diesem Erfolgserlebnis haben die beiden jetzt auch noch ihren Wettkampfgeist geweckt und wollen im nächsten Jahr bei der Westroute nicht nur dabei sein sondern mit taktischen Maßnahmen und dem Vorwissen aus dem 2010 Lauf in der Mixed-Wertung weiter nach vorne stoßen.

Die lauf_bar gratuliert herzlich zum Finishen und wünscht schon einmal viel Erfolg im nächsten Jahr!

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