Saucony Kinvara7 im Test

Saucony Kinvara 7 kurz vorgestellt

Graue (?) Theorie

Der neue Kinvara bleibt wahrscheinlich auch weiterhin der Star unter euren Zweitschuhen. Vom Vorgänger bleiben das sockenähnliche Tragegefühl am Fuß, sowie das komfortable, dennoch reaktive Laufgefühl – zumindes laut Saucony, wir schauen uns den Schuh gleich mal etwas näher an.
       image Zunächst erkläre ich euch aber ganz kurz die neue EVERUN Technologie. Beim Kinvara7 befindet sie sich im Fersenbereich. Saucony bringt mit EVERUN das Dämpfungsmaterial noch näher an den Fuß, Kleber und eine Zwischensohlenschicht zwischen Einlegesohle und Dämpfungsmaterial wurden eliminiert. Laut den Amerikanern fühlt sich der Schuh dadurch auch lebendiger und reaktiver an. Das EVERUN Material hat drei mal bessere Dämpfungseigenschaften als Standard EVA. Außerdem heizt es sich während des Laufens nicht auf, der Schuh verändert sich also auch bei langen heißen Läufen im Hochsommer nicht.
Insgesamt entsteht deutlich weniger Druck auf den Fuß und die Kräfte während der Landephase werden deutlich besser absorbiert. 83% der Energie die ihr reinsteckt bzw. rein lauft bekommt ihr auch zurück.
Jetzt aber genug Theorie, am Ende wollen wir ja sehen wie er sich am Fuß macht.image

Anziehen – gewohntes (geliebtes) Kinvara – Gefühl

Als erstes fällt auf: schnell sieht er ja aus, aber wie fühlt er sich an?
Wir haben noch immer einen Neutralschuh mit 22mm Sohle und 4mm Sprengung zwischen Untergrund und Fuß. FlexFilm im Obermaterial gibt auch noch immer ausreichend Halt. Mein Fuß ist leider seit dem letzten Bericht nicht schmaler geworden, das bedeutet aber auch, dass der Kinvara7 sitzt wie angegossen. Dies liegt wohl auch am Pro Lock Lacing System, welches meinen Fuß von beiden Seiten schön kompakt einschließt. Der Leisten ist immer noch nicht super tailliert, also sollten auch Läufer mit wenig Fußgewölbe glücklich werden.
Wir drehen den Schuh um und sehen: Die Außensohle ist ihre Dreiecke los geworden! Die Außensohlenstruktur wurde verändert um noch mehr Halt und ein direkteres Bodengefühl zu vermitteln, ohne jedoch Einbußen bezüglich des Komforts verbuchen zu müssen.
Man merkt sofort, dass man keinen gemütlichen Schuh anzieht, sondern einen, der danach schreit schneller und schneller zu laufen.
Also gönnen wir ihm, vor allem aber mir das Vergnügen und legen los.
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Er ist nicht so hart und direkt wie ein TypeA; aber das soll er auch gar nicht. Er ist definitiv komfortabel genug um auch mal einen Marathon mit ihm zu laufen und das (möglicherweise) in eurer neuen persönlichen Bestleistung. Warum?

Der Fußaufsatz ist flach und direkt, man merkt wie flexibel der Schuh ist und jede Bewegung meines Fußes mitgeht. Auch der Abdruck ist wunderbar direkt, Saucony hat also (erstmal) nicht zu viel versprochen, als sie von reaktiv und komfortabel gesprochen haben. Das Obermaterial lässt kaum Bewegung im Schuh zu, zunächst mal ein sehr postives Zeichen. Wer allerdings schnell unter kalten Füßen leidet, wird sie derzeit mit dem Kinvara kaum los werden, das Obermaterial ist nämlich auch weiterhin wirklich schön luftig.  Auf den ersten Metern baue ich dann auch sofort Vertrauen auf und fühle mich sehr wohl im Schuh. Die Außensohle beißt sich regelrecht in den Asphalt und vermittelt ebenso ein Gefühl von Sicherheit wie das Obermaterial. Der Kinvara schient mir in der Ferse noch etwas komfortabler geworden zu sein, das EVERUN Material kann also offensichtlich noch etwas mehr vom Impact abfedern, während ich gefühlt super dynamisch Schritt an Schritt reihe und Lust bekomme noch ein paar Kilometer zu machen bevor es wieder nach Hause geht.

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Bezüglich des Gewichts hat sich eigentlich nichts geändert:
  • Herren: US9 218g
  • Damen: US8 187g

Dennoch fühlt er sich während des Laufens leichter und dynamischer an.

 

Das Video gibt euch jetzt nochmal einen besseren Überblick über die Technologien:

Fazit: Was kann der neue also?

Er sieht schnell aus und wiegt auch kaum mehr als so mancher Wettkampfschuh. Dennoch ist er perfekt gedämpft und erlaubt überaus lange Einheiten. Er sitzt kompakt am Fuß und läuft sich schön aktiv. Diejenigen unter euch, die bis jetzt happy mit einem Kinvara waren, werden mit dem neuen wahrscheinlich auch glücklich. Dennoch,er ist noch immer nichts für super schmale Füße und Läufer mit Überpronation. Jedoch findet ihr in ihm einen sehr variablen Schuh, der für jedes Abenteuer zwischen 10 und 42km zu haben ist.

 

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