Ernährung eines Trailläufers

Liebe Freunde des Laufens,

40, 50, 60 oder sogar mehr Kilometer. Und das in den Bergen, über viele Höhenmeter. Klingt für mich erstmal nach einem perfekten Tag, einem tollen Lauferlebnis. Aber was esse ich während so eines Laufs und wie fülle ich im Vorfeld meine Speicher auf. Achte ich auch auf bestimmte Dinge?

Die Grundlagen

Grundsätzlich ist es wichtig zu wissen, dass man bei einem Traillauf nicht so fürstlich versorgt wird, wie bei einem Straßenrennen. Veranstalter sind angehalten die Natur zu schonen, Versorgungspunkte, Zelte, Essen und Getränke müssen immer in die Berge transportiert werden. Meist natürlich mit dem Auto. Das geht allerdings nur wenn eine mit dem Auto befahrbare Straße vorhanden ist. Ich kenne auch VP´s (Versorgungspunkte), die lediglich Wasser reichen, nämlich dann wenn ein Vorläufer oder Mountainbiker sich in unwegsameres Gelände aufgemacht hat. Eben mit viel, viel Wasser im Gepäck.

Aber zurück zu mir. Die Tage vor einem Lauf versuche ich ernährtungstechnisch gut zu strukturieren. Viele, viele aber kleine Mahlzeiten. Viele Kohlenhydrate um die Speicher aufzufüllen, viel Wasser, wenig Alkohol.

Spaß muss es machen, das essen!

Aber am allerwichtigsten: Ich muss mögen was ich esse, ich muss gerne essen und zwinge mich zu nichts. Ich zwinge mich auch nicht dazu, auf irgendwas zu verzichten.
Ja, ich esse Fleisch, viel sogar. Und trinke Alkohol. Vielleicht ab und zu auch mehr als gut ist. Na und. Nachts nicht in den FastFood Laden laufen, das ist viel wichtiger. Und am nächsten Tag trotzdem die Schuhe schnüren und seine Runde drehen. Dann halt nur 12  und nicht 21 Km. Na und, hauptsache es macht weiterhin Spaß.

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Beim Transalpine run sah das dann (teilweise) auch schonmal so aus

Am Abend vor dem Lauf gibts dann klassisch Nudeln, gerne gehts aber auch zum Asiaten und es gibt ne Nudelsuppe mit Hühnchen. Oder Sushi, ich vertrag das gut. Muss man halt alles testen um keine böse Überraschung beim Lauf zu erleben. Und Wasser, viel Wasser …… wenig Kaffee, wenig Alkohol. Aber warum nicht ein Bier trinken. Oder ein Burger. Keine Pommes, ok, dann halt Nudeln dazu. Aber es ist wie mit allem. Solange du die Woche davor gut gegessen hast, musst du dir nicht krampfhaft ein Kilo Nudeln reinwürgen.

Morgens zum Frühstück esse ich eh meist Haferflocken, Obst oder rohes Gemüse. Den Tag über auf der Arbeit eine Semmel, wieder Obst  …… was einem an einigermaßen gesunden Dingen halt in die Hände kommt.

Der große Tag – was geht noch rein?

Am Tag eines Laufs ….. morgens ein Espresso. Keine Milch. Die ist nicht so gut. Für mich zumindest. Müsst ihr selber testen. Aber Kaffee wirkt abführend, gefühlt zumindest. Deswegen frühstücke ich eh sehr früh, um nochmal eine Runde zu verdauen. Alles Erfahrungen aus der Vergangenheit. Die Dixxis am Start sind meist gut besucht, da ist es ratsam die wichtigsten Geschäfte zu Hause erledigt zu haben.

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Was man so alles mitnimmt…(man beachte das Brot links unten)

was ich dann während des Laufens esse?…. kommt auf die Länge an. Ab 60 km hab ich ne Cola dabei, einfach um mal einen anderen Geschmack im Mund zu haben. Und Gummibärchen. Nüsse habe ich meist sowieso im Gepäck. Und Trockenobst. Aber auch das hab ich im Training getestet. Es gibt viele, die von trockenen Datteln aufs Klo rennen, da können die letzten 10 Kilometer bis zum Ziel eine echte Tortour werden. So Fitnessriegel kann ich irgendwann nicht mehr sehen, schmecken mir zu künstlich. Was ich ganz gerne esse, das sind EnergyCake, heißen so, gibt es online. Verschiedene Geschmäcker und nicht ganz so künstlich im Geschmack. Worauf ich nicht verzichten kann, bestimmt auch eine Kopfsache, sind Energygels. Gerne die mit Colageschmack.

Aber wie gesagt, alles Dinge die ich selber rausfinden musste. Und eigentlich reicht das was einem die Stände anbieten vollkommen aus. Es gibt aber dennoch ein gutes Gefühl ein paar Lieblingssnacks im Gepäck zu wissen.

Und nach einem Lauf …… belohne ich mich immer mit nem fetten Steak und einem dunklen Weißbier. Oder auch zwei ….. also Weißbier 🙂

Ich hoffe ihr konntet was mitnehmen und wünsche euch viel Spaß beim testen eures Lieblingsproviants,

Euer Jonas

1 Kommentar

1 Kommentar

  1. Marlen says:

    Servus Jonas,
    toll, ein ehrlicher Bericht! Ich hätte dich sowieso nochmal angehauen, wegen dem Essen auf Etappenrennen wie dem Transalpine Run. Bei mir ist bei den 4 Trails irgendwann keine Pasta mehr reingegangen, aber Pommes!
    Bis bald und viel Spaß in Hamburg
    Marlen

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