Zugspitz Ultratrail – Supertrail – Gewinnspielsieger Olli berichtet

Olli für die laufbar supertrail

Bericht zum Supertrail am 18.06.2016 in Grainau:

 

Unser Gewinnspielsieger Olli hat euch ja zuletzt in einem äußerst lesenswerten Bericht am Welt Downsyndrom Tag Lauf teilhaben lassen. Seine Vorbeteitung war lang und gut genug um auch den Zugspitz Supertrail in Angriff nehmen zu können. Wie nah Freud und Leid oft beieinander liegen lest ihr in seinem Rennbericht:

 

Hi Leute,

 

endlich war er da, der große Tag. Etwa 8 Monate nachdem die Laufbar mir und meinem Laufkollegen die Chance eröffnet hat, den Supertrail zu laufen hieß es nun am 18.06.2016 um 09.00 Uhr Start frei für ein unvergessliches Erlebnis.

 

Was kann man jetzt zu diesem genialen Event sagen, das am Wochenende vom 17. bis 19.06. bereits zum sechsten Mal und wieder mit Rekordbeteiligung (diesmal rund 2.500 Starter aus 50 Nationen) am Fuß der Zugspitze stattfand? Unvergesslich! Die Organisation war von vorn bis hinten klasse, die Strecke der Hammer und die Stimmung richtig spitze.

Probleme vor dem Start

Der Tag begann jedoch erstmal ziemlich bescheiden, als mein Mitläufer mit Fieber beschlossen hat, auf den Start zum Supertrail zu verzichten. Allerdings hatten wir schon lange im Voraus abgesprochen, dass der andere in so einem Fall trotzdem voll durchzieht. Also hieß es für mich gemütlich frühstücken, nochmal alle Sachen checken und die letzten Teile einpacken. Nachdem wir in Leutasch, unweit vom Start des Supertrails, übernachtet hatten, war es auch nur ein Katzensprung bis zum Startbereich. Als ich mich dann so um halb 9 in den Startblock gestellt habe, war es traumhaftes Wetter. Ganz anders als der Starkregen am Vortag. Allerdings sollte es so nicht den ganzen Tag bleiben, immer wieder Regenschauer im Wechsel mit Sonne waren aber für mich optimal.

 

Um 9 Uhr hieß es dann zu „Highway to Hell“ auf geht’s, aufs Scharnitzjoch und somit gleich auf den höchsten Punkt des Supertrails mit knapp 2050 Metern. Nach knapp 1,5

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Stunden war die erste große Hürde des Tages für mich geschafft. Es folgte ein genialer Downhill und nach etwa 14 Km die erste von insgesamt sechs Verpflegungsstationen auf dem Supertrail. Von da ab ging es erstmal ein Weilchen auf und nieder. Etwa nach 40 Kilometern hatte man schon einiges der Strecke geschafft, herrliche Ausblicke genossen und den, zumindest für mich, irgendwie doch fiesen Anstieg zum Eckbauer geschafft und lief in einen richtig schönen, schnellen Downhill, welcher jedoch abrupt in einen kurzen aber knackigen Anstieg zur Partnachalm überging. Allerdings gab’s dort zur „Entschädigung“ und zur genau richtigen Zeit wieder eine Verpflegungsstation. Die war auch bitter nötig, denn von dort an wurde es richtig lustig. Zuerst noch etwa zwei Kilometer mit einem schönen auf und ab aber dann, baaaaam, begann der Aufstieg durch den Stuibenwald zum Längenfelder. Ein Mörderteil und das nach knapp 50 Kilometern. Trotz einiger kleinerer Krämpfe war es einfach nur geil!

 

Als ich mich dann zur vorletzten Verpflegungsstation durchgekämpft hatte, wusste ich zum Glück schon von einem anderen Läufer mit dem ich mich ein bisschen beim Aufstieg unterhalten hatte, dass die Runde über den Osterfelder alles andere als ein

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Zuckerschlecken wird. So hieß es also für mich nochmal für knapp 8 Kilometer alle Energie zusammen nehmen, nochmal rund 400 Höhenmeter auf etwa 3,5 Kilometern rauf und das gleiche dann auch wieder runter reißen. Hier war ich auch wirklich am Limit. Nach dieser Runde kam man nochmal an der Verpflegungsstation Längenfelder und konnte noch ein bisschen Energie für den letzten Downhill des Tages tanken. Auf die bange Frage eines Mitläufers der gerade aus dem Stuibenwald hoch kam ob man noch hoch müsse oder hier schon runter könne musste ich ihn leider auf die schon hinter mir liegende Runde schicken. Ich stürzte mich in den Downhill und kam dann so richtig in den Flow. Das 5 Kilometer Schild flog genauso an mir vorbei, wie die 4, 3 und 2 Kilometer Schilder und schon war ich unten. Allerdings war dieser Downhill wirklich technisch erste Sahne

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und durch den vielen Regen der letzten Tage nicht leichter geworden. Einen riesen Respekt allen, die hier im Dunkeln runter mussten!! Tja und dann? Jetzt waren es keine 2000 Meter mehr über geteerte Wege bis man im Ziel war. Hier wurde man durch die Zuschauer förmlich ins Ziel gejubelt was, wie der ganze Tag, einfach nur geil war. Auch hier ein riesen Dankeschön an alle die uns so fleißig angefeuert haben. Nach 9 Stunden und 3 Minuten war das Abenteuer meines Lebens dann geschafft, genauso wie ich. Mit einem riesen Grinsen im Gesicht hab ich den restlichen Abend genossen und noch die ersten Ultraläufer im Ziel erleben können. 49er aller Herren auf dem Supertrail war ein unglaubliches Ergebnis, dass ich immer noch nicht ganz glauben kann.

 

Ein unvergesslicher Tag aber ein sicher nicht einmaliges Erlebnis. Nächstes Jahr bin ich garantiert wieder dabei

Glückwunsch an dieser Stelle an alle, die am Wochenende in Grainau oder wo auch immer finishen konnten und jetzt gute Erholung!

 

Bis bald und keep on running!

Olli

 

 

 

 

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