Nike Zoom Vaporfly Elite und Adidas Adizero Sub2

Die Schuhe, mit denen die magische Zeit unter zwei Stunden über 42,195 km möglich werden soll

nike zoom vaporfly elite

Foto: Jeff Dengate

Nicht nur Nike versucht mit seinem Projekt Breaking2 2017 einen Maraton in 1:59:59 zu laufen. Um den aktuellen Weltrekord um fast drei Minuten verbessern zu können, muss man allerdings an einigen Stellschrauben drehen, wobei sich verhältnismäßig viel Verbesserung durch ganz spezielle Schuhe erziehlen lässt. Um 4% wollen die Amerikaner den Energieaufwand mit dem Zoom Vaporfly Elite reduzieren. Deshalb haben die Nike Entwickler den Vaporfly Elite eine gebogene

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Foto: Nathaniel Welch

Carbonfiberfederplatte in die Sohle eingearbeitet. Diese Platte funktioniert ähnlich diesem Patent, jedoch laut Nike Produktenwicklern mit leicht veränderter Funktionsweise, da das Patent auch zur Diskussion über das Verbot solcher Schuhe führte (Stichwort Sprungfedern). Über die genaue Funktionsweise bzw. die Gründe für die Energieersparnis beim Laufen lassen sich nur Spekulationen anstellen, selbst die Nike Produktentwickler sind sich wohl nicht ganz sicher, wieso die Energieersparnis genau zustande kommt.

Carbonplatte im Schuh – Ähnlchkeiten zu Carbonprothesen?

Eine Studie aus dem Jahr 2006 kam jedenfalls zu dem Ergebnis, dass eine Carbonplatte in der

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Foto: Derek Call

Einlegesohle den Energieaufwand beim Laufen um 1% reduzieren könne. Die Forscher glaubten dies auf die erhöhte Ökonomie beim Abrollen über den Großzeh zurückführen zu können, sagten jedoch auch, die Gründe für die Verbesserung seien „still not fully understood“, also noch nicht vollständig verstanden.
Ein steiferer Schuh würde zum Beispiel den Zentralen Druckpunkt beim Fußaufsatz tendentiell schneller nach vorne verschieben, was effektiv wiederum die Länge des „Hebels“, der den Läufer nach vorne treibt, verändert, ähnlich etwa den Prothesen des unterschenkelamputierten Sprinters Oskar Pistorius. Eine südkoreanische Studie vom Januar 2017 bestätigt, dass eine Carbonplatte energetische Vorteile birgt, solange die Steifigkeit nicht die Zehenflexion einschränkt.

Zwischensohle mit Federähnlicher Funktionsweise

Viele der neuen Zwischensohlen funktionieren (ganz grob beschrieben) ähnlich einer Feder, so auch adidas Boost Material.

adidas experimentierte bereits mit zahlreichen Materialien zu unterschiedlichsten Bedingungen, um den optimalen Laufschuh mit Hilfe von Eliteathleten, wie Wilson Kipsang, zu entwickeln.

„adidas adizero Sub2 ist ein wichtiger Meilenstein unserer Sub2-Programme und zentral für die Zukunft von adidas Running„, so André Maestrini, Global General Manager, adidas Running. „Im Rahmen des Londoner Marathons im Jahr 2012 begannen wir, über das Sub2-Konzept und die Rolle von adidas darin nachzudenken. Wir haben angefangen, einen Schuh zu schaffen, der Unmögliches möglich macht. Wilson ist der perfekte Athlet, um unsere Innovation in einer Rennumgebung zu testen. Wir sind unglaublich gespannt zu sehen, wo das hinführt.“

Die neueste Technologie baut auf der langjährigen Erfahrung und dem Erfolg von adidas im Marathonbereich auf. Die erhöhte Energierückführung durch das BOOST™ Light Material optimiert jeden der 20.000+ Schritte die es braucht um einen Marathon zu absolvieren: Unabhängige sportwissenschaftliche Forschung hat gezeigt, dass BOOST™ eine 1%ige Verbesserung der Laufökonomie bieten kann

Das Obermaterial des Schuhs besteht aus ultraleichtem Mesh Material mit Innenverstärkung und fortgeschrittenem Microfit für beste Unterstützung, Komfort sowie Passform. Eine Reduzierung des Gewichts um 100 Gramm bietet ein zusätzliches Prozent einer Verbesserung der Laufökonomie. Die Continental Microweb Außensohle bietet maximalen Halt bei jeder Wettkampfbedingung durch erhöhten Gripp und weniger abrutschen.


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