Was steckt hinter dem Mizuno Waveknit R1 Laufschuh?

Der Mizuno Waveknit R1 im Test

Mizuno Waveknit R1 - der Wave Rider mit neuem ObermaterialKnit Technologien sind in der Sportartikelindustrie inzwischen keine große Neuheit mehr. Stricken statt kleben oder nähen hat eben viele Vorteile.
Diesen Vorteil hat sich nun auch die japanische Laufschuhmarke Mizuno zunutze gemacht und ihren bekanntesten und erfolgreichsten Laufschuh, den Mizuno Wave Rider 21, weiterentwickelt. Waveknit R1 heißt dieser Schuh.

Was steckt drin im neuen Waveknit R1? Wir haben ihn getestet und zeigen dir was er kann!

Der Mizuno Wave Rider ist aktuell in der 21. Auflage im Handel erhältlich. Eine wahre Erfolgsgeschichte also für einen Laufschuh, der sich demnach seit über 20 Jahren bewährt hat. Vergleiche mit den Premiummodelllen des Marktführers asics, der aktuell den Gel-Nimbus 20 promotet und im Herbst das Jubiläumsmodell Gel-Kayano 25 auf den Markt bringt, sind durchaus berechtigt.

Der Wave Rider von Mizuno ist eine Erfolgsgeschichte

Für die Japaner ist diese Erfolgsgeschichte allerdings keine große Besonderheit – sie gelten eher als konservativ. Gerade deshalb sind große technische Änderungen der Laufschuhspezialisten aus Osaka mit der Wave Technologie besonders spannend.

Schuhgewicht: 235g (UK 5,5 Damen) | 280g (UK8 Herren)
Schuhkategorie: Neutralschuhe
Sprengung: 12mm (31mm Ferse, 19mm Vorfuß)
Wasserdicht: nein
Obermaterial: Waveknit

Mizuno Waveknit R1 heißt also die Weiterentwicklung. Uns als langjähriger Händler von Mizuno Laufschuhen stellt sich dabei sofort die Frage – weshalb heißt dieser Schuh nicht schlicht und einfach Wave Rider 21 Knit? Die Außensohle & Zwischensohle entsprechen nun mal 1:1 dem Wave Rider 21.  Wäre das zu einfach? Steckt mehr dahinter?

Wir haben den Waveknit R1 getestet und geschaut, warum ein neuer Name entstand.

Mizuno R1 mit Waveknit ObermaterialDas Spezielle am Mizuno Waveknit R1 ist nun mal das Obermaterial in Knit-Technologie. Es wird gestrickt – nichts genäht oder geklebt also. Auf die Zwischensohle und Außensohle des “geklonten” Wave Rider 21 werden wir dennoch kurz eingehen. Das ist ja schließlich das Herzstück eines Laufschuhs – meist zumindest.

Komfort ist Trumpf. Auch der Wave Rider 21 von Mizuno macht hier kein Halt. Wer die Vorgängerversionen schon mal gelaufen ist oder zumindest am Fuß hatte, dem ist oft aufgefallen, dass das Laufgeräusch auf Asphalt manchmal etwas ohrenbetäubend war. Die X10 Außensohle der Japaner lebt eben von Ihrer Robustheit.
Den Gummi hatten sie dabei mit viel Carbon versehen. Das macht ihn haltbar, aber auch etwas härter und lauter beim Aufsatz. Daran haben sie gearbeitet. Der Neue kann´s auch leise. Den Läufer und die Läuferin freut´s! Wie die Haltbarkeit auf lange Sicht ist, das konnten wir noch nicht testen – soviel ist aber sicher – bevor die Außensohle durch ist, wird dem restlichen Schuh die Luft ausgehen. Wir befürchten daher nichts.

Fakten zum Mizuno Waveknit R1:

  • Neutralschuh
  • Trainingslaufschuh für Mittel- und Langdistanzen
  • Waveknit Obermaterial
  • u4icX Zwischensohle im Fersenbereich
  • u4ic im Vorfußbereich
  • X10 Außensohle
  • Universelle Passform auch für breitere Füße

Ein Laufschuh dieser Kategorie (wir nehmen ihn als Trainingsschuh; durchaus auch für längere Läufe) darf auch im Gesamten Abrollverhalten Führungseigenschaften aufweisen.
Die Mizuno Waveknit AußensohleBevor wir auf die Wave-Technologie eingehen, die genau hier ansetzt, hat die Außensohle auch noch ein kleines Detail, die dem Schuh die nötige Führung im Vorfuß verleiht. Die Flexkerben, die normalerweise im Vorfuß eingebaut sind (das sind durchgehende Trennfugen quer zur Laufrichtung in der Außensohle) sind im medialen Bereich ausgefüllt. Nur eine Kerbe geht durch. Genug Flex mit einer Prise an Stabilität.

Die in die u4icX (gesprochen: juforik-x) Zwischensohle integrierte Wave Platte ist das Herzstück des Waveknit R1 von Mizuno. Sie steht für ein dynamisches Abrollverhalten in Kombination mit dem u4icX Dämpfungsmaterial und der “Hohlraumkonstruktion” unter der Ferse. Mizuno Läufer werden es beim “step-in” sofort merken: die neue Einlegesohle verleiht nahezu ein kuschelweiches Gefühl. Wer aber denkt, damit verliert der Schuh an Sportlichkeit, der hat sich getäuscht. Der Schuh bleibt direkt – ein Wave Rider eben.
Weich landen – hart abstoßen. Dieser Satz stammt zwar von einer Schweizer Laufschuhmarke namens On, aber gleiches gilt auch beim Rider. Verantwortlich ist dafür die Kombination aus dem weichen u4icX im Fersenbereich und dem härteren u4ic Material im Vorfußbereich. Clever gemacht.Die u4ic Zwischensohle im Wave Rider

Das Waveknit Material wird von Mizuno zunächst im R1 (steht für Rider 1) und S1 (steht für Sky 1) im Schaft der Laufschuhe verarbeitet. Welchen Unterschied macht ein gestricktes Material im Vergleich zur Verarbeitung gewebter Stoffe und fester Materialien? Ein Knit-Material kann ganz gezielt fester oder eben elastischer gestrickt werden. Damit können gewisse Zonen mit entsprechenden Funktionen ausgestattet werden. Dort wo der Fuß Halt benötigt, wird eng gestrickt, wo der Fuß Freiheit benötigt, darf etwas mehr Elastizität drin sein.

Konkret bedeutet dies, dass im Bereich von Ferse und Mittelfuß kompaktes und engmaschiges Knit benötigt wird, im Vorfuß eher Flexibilität bestehen sollte. Meinem breiten Vorfuß gefällt´s!

Die Mizuno R1 Herrenedition und Damenedition kannst du hier kaufen:

SH_J1GC1824 Mizuno WaveKnit R1 HerrenSH_J1GD1824 Mizuno Waveknit R1 Damen Laufschuhe

Nicht zuletzt die vorgeformte Zunge und auch Schnürsenkel, die diese Bezeichnung auch noch verdienen, machen den Mizuno Waveknit R1 zu einem unerwartet robusten Laufschuh.
Langzeittests waren in der kurzen Zeit bisher nicht möglich, dennoch hat Mizuno sich hier für seine Verhältnisse sehr innovativ gezeigt und hat für den Wave Rider Fan einen Schuh geschaffen, der viele Fans finden wird.
Wir sind gespannt auf das Feedback der Konsumenten, ob der Waveknit R1 (den gibt es natürlich für Damen und Herren) neue Mizuno Liebhaber gewinnen kann.

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