Endlich wieder problemlos laufen? Vom Chiemgau nach Ulaanbaatar

Endlich keine Schmerzen mehr?

2018 wird endlich wieder ein  Jahr, in dem ich mehr laufen will. Eins ohne Knieschmerzen, ohne Physiotherapie und ohne die ständige Ungewissheit, wie sich das ganze da unten nach den ersten Kilometern anfühlt. So der Plan zumindest.

Chiemgau, Lichtenstein, Mama!

Da bin ich also wieder. Nach einem grandiosen Jahr 2016, nach so vielen geilen Rennen, habe ich neue Motivation getankt und starte endlich wieder in neue Abenteuer. Mein Wüstenlauf im letzen Jahr war ein Spektakel. Der AlpenX unvergessen, eine Lehrstunde, emotional und prägend. Aber jetzt will ich mehr.
Den Chiemgau Trail Marathon habe ich an diesem Wochenende schon hinter mich gebracht. Dann noch die inoffizielle Deutsche Meisterschaft im Traillaufen in Lichtenstein. Eine TrailMagazin Veranstaltung, ein Familientreffen, eine große, drei Tage andauernde Party unter Gleichgesinnten.

Und am Ende mit mehr als verdienten Siegern; schön wars. Das waren Strecken an diesen beiden Wochenenden, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Beide auf ihre eigene Art aber super schön und ein grandioser Auftakt für das, was noch kommen soll.

Auftakt? Ja, denn jetzt gehts erstmal nach Düsseldorf. Mama und Freunden Hallo sagen, ein wenig den Aufstieg feiern … und dann?

Mongolei – Russland – Baikalsee – Irkutsk

Eine Freundin ich und ich planen von Ulaanbaatar Richtung Baikalsee zu laufen. Eine lange Strecke, vor allem dafür, dass wir nur 13 Tage Zeit haben.
Der genaue Weg ist auch uns noch nicht bekannt. Dafür ist das ganze Gebiet, dieses Land, alles viel zu unbekannt aus der großen Entfernung. Wild, riesig, teilweise unerschlossen, nicht vergleichbar mit Westeuropa. Hilfe von „Experten“, Reiseführern, Konsulaten. Eher nicht. Man könne selbst nicht sagen wie sich Flora und Fauna da entwickelt haben diesen Winter. Der Winter, der ja da noch eigentlich gar nicht richtig rum ist. Nachts teilweise Temperaturen um den Gefrierpunkt. Zelt? Fehlanzeige. Hotel? Haha. Einen Rucksack hat jeder von uns dabei. Das muss reichen. Essen. Ja müssen wir sicher. Wo? Keine Ahnung, wir werden es sehen. Ein paar Riegel haben wir jedenfalls einstecken. Notfall und so. Das wird cool.

Wie kommt man auf solche Ideen?

Aber von vorne: Toni hatte die Idee das zu machen und in mir hat sie einen willigen Mitstreiter gefunden. Die grobe Planung stand also zum Jahresende hin. Ein Gerüst musste zunächst her, sind doch die Flüge das teuerste und essentiellste, sie müssen gebucht werden. Also wo soll es hin gehen und was brauchen wir überhaupt.
Wir waren uns schnell einig, dass es eine Art Etappenlauf werden soll. Kein Rundkurs. Also muss ein Ziel her. Und viele werden es kennen, das kleine Irkutsk. Risiko … geniales Spiel meiner Kindheit. Also vom Baikalsee zurück. Wann können wir starten? Ein weiteres Problem: Wie bekommen wir den Urlaub genehmigt? Okay okay, das klappt schon, nur wie lange haben wir dann? Wie viele Tage sind das dann? 13 …. Puh, das ist wenig bzw. wird viel. Aber egal. Wir haben Bock, gesagt, getan, zack, Flüge gebucht. Von nichts kommt nichts.
Reisepass noch gültig? Brauchen wir ein Visum? Terror? Krieg? Lebensgefährliche Tiere? Noch irgendwelche Ausreden die uns einfallen könnten? Passt alles? -Passt – Geil – Shit – das wird ein Abenteuer. Anstrengend und hoffentlich richtig geil.

Aber wir sind nicht die einzigen – ihr habt alle eigene Projekte! Nicht alle sportliche, aber darum geht es ja auch nicht. Wichtig ist, dass man etwas hat, das einem den Spaß am Leben erhält. Etwas für das man lebt. Nicht nur zu funktionieren, darum geht es.
Ich bin jetzt auf jeden Fall unterwegs. Und erzähle euch in drei Wochen wie es war. Egal wie es dann gelaufen ist. Und wenn ich nur bei Chinesen im LKW sitze und Eisenbahn fahre. Dann berichte ich eben davon.
Habt Spaß bei dem was ihr tut, sonst ändert was.

Ich geh schaukeln,

Jonas

3 Kommentare
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  1. Tanja says:

    Wahnsinns Vorhaben! Warte gespannt auf die nächsten Bericht :-). Kann mir gar nicht vorstellen, dass so was möglich ist. Hut ab vor dem Vorhaben.

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