Brooks Hyperion Elite Test

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2020 ist Olympiajahr. In Tokyo streben die besten Sportler der Welt nach neuen Rekorden. Deshalb ist die Innovationsbereitschaft der Laufschuhmarken gerade besonders hoch (eigentlich laufen die Entwicklungsprozesse im Hintergrund ja schon seit Jahren), schließlich wollen alle Hersteller ihren Sportlern zu Medallien verhelfen. Brooks hat deshalb den in Deutschland, Österreich und der Schweiz auf 1000 Stück limitierten Hyperion Elite entwickelt. Das ist ein weiterer Laufschuh mit Carbonplatte in der Sohle, jedoch mit einem anderen Gefühl, als wir es bisher von Carbon Schuhen kannten…

Das Laufen soll ökonomischer werden

Laufökonomie ist der Begriff, um den sich alles dreht, seit Eliud Kipchoge versucht hat, einen Marathon unter zwei Stunden zu laufen. Es geht also nicht nur darum, wie leicht die Wettkampflaufschuhe wie ein Brooks Hyperion Elite sein können. Neben dem geringen Gewicht sollen sie den LäuferInnen das Laufen möglichst leicht und energiesparend machen. Das ist auch ein Thema, das bei uns im Laden ganz häufig aufkommt. Denn irgendwann kommt bei der Suche nach Wettkampfschuhen und Lighttrainern ein Punkt, an dem die leichten Schuhe für viele LäuferInnen bezüglich der Laufökonomie nicht mehr sinnvoll sind.

Da ist es oft klüger, lieber einen Schuh zu nehmen, der zwar ein paar Gramm schwerer ist, der dem Körper aber viel mehr Arbeit abnehmen kann aufgrund von größerer Stabilität und besseren Dämpfungseigenschaften. Die Carbonplatte in der neuen Generation von Wettkampfschuhen soll euch das Laufen dann einfacher machen, in dem der Fuß weniger arbeiten muss und weniger Energie verloren geht.

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Die Fersenkappe ist weich und leicht, sitzt aber sehr fest. @bavarianvisuals

Brooks Hyperion Elite Test – Das Material und die Passform

Der Brooks Hyperion Elite kommt mit einem Gewicht von unter 200 Gramm ziemlich leicht daher. Das ist gut, es geht aber eh viel mehr um die Sohle und das Obermaterial. Dadurch, dass die steife Sohle der Carbon Laufschuhe wie ein Schaukelstuhl nach vorne kippt, ist ein fester Sitz in der Ferse noch wichtiger als bei “normalen” Laufschuhen. Und das erste, was mir beim Anziehen des neuen Brooks Hyperion Elite aufgefallen ist, ist, wie geil der Schuh in meiner Ferse sitzt. Fersenkappen bauen kann Brooks einfach. Schließlich hören wir häufig ein Lob von Euch für den festen Fersensitz der Schuhe von Brooks.

Obwohl das Obermaterial des Hyperion Elite auch in der Ferse super dünn ist, sitzt er bei mir bombenfest. Genrell sitzt der Hyperion Elite, als hätte man ihn mir an den Fuß geschneidert. Etwas breiter als der Durchschnitt ist er also, nicht zu schmal im Mittelfußbereich und mit etwas Platz und Volumen in der Zehenbox. Bei meinem im Vorfuß so gut wie nicht vorhandenen Fußgewölbe und meiner Angewohnheit, die Schuhe zu zu knallen wie es nur geht, wirft der Hyperion Elite eine leichte Falte, von der ich allerdings nichts gespürt habe. Er fällt auch normal aus würde ich sagen, meine normale US11 passt wie angegossen. Ebenso leicht wie atmungsaktiv ist das Obermaterial übrigens.

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extrem leichtes Upper mit Carbon in der Zwischensohle. @bavarianvisuals

Das Dämpfungsmaterial ist das leichteste, das Brooks bis dato entwickeln konnte. Es nennt sich DNA Zero und angeblich auch ziemlich weich. Dass das Material so weich wie ein komfortabler Schuh ist, würde ich jetzt allerdings nicht unterschreiben. Dennoch fühl sich das DNA Zero komfortabel genug an, um auch problemlos einen Marathon (oder länger) darauf zu laufen. Innen drin befindet sich dann die in letzter Zeit so viel beschworene Carbonplatte. Die Außensohle verfügt über ein bisschen abriebfesten Gummi an den stark strapazierten Stellen.  Bauhöhe und Sprengung betragen übrigens 20/28mm bzw. entsprechend 8mm.

Eine Sache die man auf jeden Fall noch ansprechen sollte ist de Haltbarkeit, die liegt mit 80km bis 160km nämlich nicht sehr hoch. Der Schuh ist halt extrem in allen Belangen. Ob die Hyperion Elite in der Praxis länger halten wird sich zeigen, robust genug wirken sie auf jeden Fall. Erwähnenswert sind vielleicht auch die Schnürsenkel, die zwar dehnbar sind, dennoch aber sehr fest sitzen.

Brooks Hyperion Elite Test – Lauf

Die Passform ist wie gesagt für etwas breitere Füße optimal, jetzt gehts zum Laufgefühl.

Das Rockerfeeling oder Schaukelstuhlgefühl kommt, wie bei den meisten Carbon Schuhen, sofort auf. Das heißt, ich habe das Gefühl, dass der Schuh beinahe von allein nach vorne will. Er fühlt sich an wie eine zweite Haut oder wie eine fest sitzende Socke mit einer leichten Sohle darunter. Dabei ist der Brooks Hyperion Elite auch nicht so weich wie z.B. ein Nike Vaporfly. Ich finde das aktuell aber ganz angenehm weil man ein direkteres Gefühl für den Untergrund vermittelt bekommt und sich der Schuh so meiner Meinung nach einfach schneller anfühlt.

Ein super geiles Ding. So müsste sich Laufen immer anfühlen.

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