Der Hoka One One Mach 3 Laufschuhtest – der Testbericht vom Profi

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Das steckt in unserem Hoka One One Mach 3 Laufschuhtest: Denken Viele bei der Marke eher an Laufschuhe mit dicken Sohlen und maximaler Dämpfung, trifft das nicht auf den Mach 3 zu: Als Teil der Fly-Kollektion gehört dieser zu den schnelleren Schuhen des Herstellers, wofür auch das geringe Gewicht von unter 250g spricht. Hier erfährst du, wie sich der Schuh im Experten-Check und im Praxistest schlägt.

Größter Unterschied zum Mach 2: das neue, atmungsaktive Obermaterial

Größter Unterschied zum Mach 2: das neue, atmungsaktive Obermaterial

Unterschiede zum Mach 2

Der Schuh hat eine neu gestaltete Jacquard-Konstruktion des Obermaterials. Diese ist atmungsaktiver als bei seinem Vorgänger-Modell. Zudem bietet das Material dadurch vor allem im Mittelfußbereich besseren Halt. Die reaktive Zwischensohle und die daraus resultierende Stabilität und Dämpfung hat sich nicht verändert. Auch die Passform ist dieselbe wie beim Mach 2.

Insgesamt ist der Schuh ca. 12g schwerer geworden; das liegt am Obermaterial. Am Fuß dürfte man diesen geringen Unterschied kaum merken. Die daraus resultierende Atmungsaktivität dürfte den geringen Gewichtsunterschied wohl mehr als kompensieren.

Laufgefühl auf Straße und im Wald überzeugt

Vor allem bei schnellen Läufen punktet der Mach 3: Die geringe Sprengung von 5mm und das Gewicht fördern Laufen auf Mittelfuß oder Vorfuß. Bei schnellen Ausdauerläufen unter 2 Stunden finde ich weniger Schuh am Fuß angenehmer zu laufen. Die für Hoka One One typische Profly™-Dämpfung sorgt beim Hoka One One Mach 3 für Herren für dieses leichte Laufgefühl. Unter der Ferse, wo die meisten Läufer mit dem Fuß zuerst aufsetzen, ist die Sohle weicher als im Vorfußbereich, wo das härtere Material für ein effektiveres Abrollen und Abdruck sorgt.

Die Fakten zum Hoka Mach 3 (wir haben die Gewichtsangaben vom Herren Laufschuh genommen):

  • Schuhgewicht: 245g (US 9 / EU 42,5)
  • Sprengung: 5mm
  • Dämpfungseigenschaften: Profly Dämpfung – sportlich kompakt und dynamisch
  • Optimales Läufergewicht: bis ca. 75kg – je mehr Körpergewicht, desto geringer die Haltbarkeit (die Schuhe sind als Wettkampfschuhe durchaus auch mal für etwas schwerere Läufer laufbar)
  • Optimales Lauftempo: 4:00 bis 5:30min/km
  • Optimaler Untergrund: Straße und leichte Forstwege
  • Passform des Mach 3: mittlere Weite, eher kompaktes Material – sehr universell
  • Stabilität: eher gering – neutraler Laufschuh

Das angenehme dynamische Abrollen des Laufschuhs ist ein echter Pluspunkt, allerdings nicht bei einem langsamen Lauftempo. Auf meiner 90km  langen Trainingsstrecke Düsseldorf hätte ich lieber ein anderes Modell nehmen sollen: Nach Ermüdung bietet der Schuh wenig Stabilität und wird dadurch sehr anstrengend zu laufen. Bei Intervall- und schnelleren Tempo-/Ausdauerläufen hingegen macht die Profly™-Dämpfung einen merklichen Unterschied, sodass der Schuh auch im Wettkampf eine gute Figur macht. Auch auf härteren Feld- und Waldwegen finde ich den Schuh sehr angenehm zu laufen.

Auch nach 90 Kilometern sitzt der Mach 3 prima am Fuß!

Auch nach 90 Kilometern sitzt der Mach 3 prima am Fuß!

Passform des Hoka One One Mach 3

Von der Breite ist der Mach 3 recht normal geschnitten, vergleichbar zum Beispiel mit dem Clifton 6. Beim Anziehen fällt schnell die Anziehhilfe an der Fersenkappe auf. Durch das unkomplizierte Anziehen ist der Schuh bei Triathleten beliebt, die in der Wechselzone schnell in den Laufschuh kommen wollen.

Da der Fuß tief in der Zwischensohle steht und diese vor allem am Mittelfuß eher breit ist, eignet sich der Schuh gut für Läufer mit einem tiefen Fußgewölbe. Von der Schuhgröße her hat mir meine normale Laufschuhgröße (US8,5) sehr gut gepasst; das Modell fällt von der Länge her also normal aus.

Hoka One One Mach 3 – Unser Fazit:

Der Hoka One One Mach 3 zeichnet sich durch geringes Gewicht und eine reaktive Dämpfung aus, ohne Laufkomfort zu vernachlässigen. Der Fuß steht recht flach und tief in der Zwischensohle, bietet dadurch aber auch weniger Stabilität und ist deswegen nur Läufern mit neutraler Laufhaltung oder leichter Pronation zu empfehlen. Er ist ein durchaus schneller Schuh und für Strecken von wenigen Kilometern bis etwa Halbmarathon ideal, aber auch als leichter Trainingsschuh für Intervall und Tempoläufe.

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